Startseite

Adveniat Partner zu Gast im Erzbistum Paderborn

Suanny Martins und Regina Leão sind vom 24.- 27. November 2018 im Erzbistum Paderborn unterwegs und berichten von Ihrem Engagement. Zu folgenden öffentlichen Veranstaltungen laden wir Sie herzlich ein:



Am 25.11.18 findet um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in St. Bonifatius in Dortmund unter Beteiligung der Gäste statt (Bonifatiusstraße 3, 44139 Dortmund). Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Vortrag.

Am 25.11.18 steht in Paderborn der Geistliche Abend zum Advent in der Reihe „Tapetenwechsel“ von 18.30 – 22.00 Uhr unter dem Motto der Adveniataktion. Beginn der Veranstaltung ist in der Gaukirche, Paderborn. Aus organisatorischen Gründen bittet das Liborianum um Anmeldung (05251 125-4462).

Am 26.11.18 lädt die Kolpingjugend um 19 Uhr zu einem Gesprächsabend mit Gästen aus Lateinamerika ins Meinwerk-Café der Kolpingjugend St. Meinolf & St. Hedwig Bielefeld (Bischof-Meinwerk-Haus, Hillegosserstr. 26, 33719 Bielefeld) ein.

Die Adveniat-Partner im Portrait (Text: Thomas Milz)

Florian Kopp

„Ich kenne Jugendliche hier, die meinen, dass das Leben als Drogendealer besser ist.“ Die 27-jährige Suanny Martins ist da anderer Meinung. Dabei war ihr Start ins Leben nicht gerade einfach. Ihr Vater wurde noch vor ihrer Geburt im Drogenkrieg getötet. Die Konstante an ihrer Seite war neben der Mutter die Pastoral do Menor (Pastoral für gefährdete Jugendliche). Regina Leão arbeitet seit 28 Jahren für die Pastoral für gefährdete Minderjährige des Erzbistums Rio de Janeiro, die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Sie beklagt: „Wir erleben hier einen Massenmord an unserer Jugend.“ 78 Prozent der jährlich 60.000 Gewaltopfer sind schwarze Jugendliche und junge Erwachsene.

Für Suanny steht fest: „Es war gut, dass wir hier aufgehoben waren. So liefen wir nicht Gefahr, da draußen auf Abwege zu geraten“, sagt Suanny. Ihre Freundinnen wurden früh schwanger, Freunde starben im Drogenkrieg. Sie wollte jedoch einmal studieren. So einfach lassen sich Träume aber nicht verwirklichen. „Denn wir sind schwarz und leben in einem Armenviertel.“ Doch Suanny kämpfte sich durch, und nach dem Job im Supermarkt fand die Jugendpastoral schließlich einen Job für sie beim Kinderschutzbund CEDECA. Gleichzeitig arbeitet sie an ihrem Universitätsabschluss als Sozialarbeiterin. „Ich will weiter für den Kinderschutzbund arbeiten, mit dessen Anliegen ich mich sehr stark identifiziere.“ Sie will etwas von ihrem eigenen Glück und Glauben an andere weitergeben.