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"Kirche muss an die Peripherie gehen"

Caritas und Pastoral im Dekanat Hochsauerland-West

Steuerungsgruppe (v.l.n.r. Josef Mndelein, Verena Sen, Jutta-Schlinkmann-Weber, Tobias Kleffner)

Dieses Wort von Papst Franziskus ist auch für die Kirche im Dekanat Hochsauerland-West ein Anstoß, verstärkt darüber nachzudenken, was brauchen die Menschen vor Ort? Und wie erreichen wir sie? Kirche und ihre Caritas haben sich daher auf den Weg gemacht, durch eine sozialräumliche Ausrichtung nah am Menschen zu bleiben.

Sozialraumorientierung steht für eine bestimmte Ausrichtung Sozialer Arbeit, bei der es über die herkömmlichen Einzelfallhilfen hinaus darum geht, Lebenswelten zu gestalten und Verhältnisse zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, in schwierigen Lebenslagen besser zurechtzukommen.

Der Caritasverband hat 2012 schon das Thema Sozialraumorientierung als strategisches Ziel des Caritas-Verbandes definiert. Die vier Sozialräume (Arnsberg, Sundern, Neheim und Hüsten), die der Caritasverband festgelegt hat, sind nun identisch mit den vier Pastoralen Räumen, die im Dekanat Hochsauerland-West durch die Strukturreform des Bistums entstanden sind. Daher machen sich Caritas und Pastoral auf den Weg die „Sozial-Pastoralen Räume“ gemeinsam zu gestalten.

Sie haben ein gemeinsames Ziel, Menschen in Situationen zu helfen, die sie alleine nicht bewältigen können.

In vielen Bereichen gibt es schon gute Ansätze und gemeinsame Projekte, die die Menschen vor Ort unterstützen. Dazu gehören u.a. die Leuchtturmstellen für die Flüchtlingshilfe in Arnsberg und Sundern, das Nachbarschaftspicknick in Hüsten oder das Netzwerk „Zusammen statt einsam“ in Neheim.

Das Dekanat hat ein großes Interesse, diesen Prozess zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Hierzu ist nun eine Steuerungsgruppe im Auftrag von Dechant Propst Hubertus Böttcher und dem Vorstand des Caritasverbandes, Christian Stockmann, ins Leben gerufen worden.

Die Dekanatsreferenten Josef Mündelein und Tobias Kleffner, sowie Verena Sen, Leiterin des Fachbereichs Sozialraumorientierung im Caritasverband und Jutta Schlinkmann-Weber, Koordinatorin für Caritas im Dekanat, haben vereinbart, zukünftig dieses Thema gemeinsam im Dekanat zu steuern und weiter voranzubringen. Dabei spielen die Themen Vernetzung, Wissen von einander und Information eine besondere Rolle. Regelmäßiger Austausch ist daher für die Steuerungsgruppe ein wichtiges Instrument ihrer Arbeit.