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Dekanatsreferent Josef Mündelein verabschiedet sich aus dem aktiven Dienst

Jahrzehnte für Jugend und Kirche

(v.l.n.r.: T. Kleffner, J. Mündelein, Dechant H. Böttcher)© Frank Albrecht

 

Arnsberg, 22.03.2019. Nein, da wolle er nichts mehr draufsetzten, sagte der scheidende Referent des Dekanats Hochsauerland-West, Josef Mündelein, nach rund 90 Minuten voller Lob und Dank. Sein Dank gelte jetzt nur noch seiner Frau Regine, die ihn über Jahre begleitet habe und gewähren ließ. Für ihn sei es immer eine große Freude gewesen, „in diesem Laden“ arbeiten zu dürfen, so Mündelein. Und: „Es ist gut geworden“, so der letzte Kommentar Mündelens zum Abschluss einer jahrzehntelangen Tätigkeit in der Kirche und mit Jugendlichen und Ehrenamt.

Mit einem Gottesdienst, der von Dechant Propst Hubertus Böttcher, einem seiner Weggefährten, gehalten wurde, sowie einer Feierstunde, mit ganz vielen seiner Weggefährten ist Josef Mündelein am Freitagnachmittag aus den Diensten des Dekanatsreferenten verabschiedet worden. Im Gemeindezentrum Liebfrauen moderierte Pfarrer Ernst Thomas in seiner gewohnt lockeren Art die Vielzahl von Dankesreden und Lobeshymnen, denn schließlich waren viele gekommen, die etwas sagen und aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Josef Mündelein berichten wollten. Neben Familie und Freunden waren es vor allem die alten und jungen Kollegen aus den verschiedenen Bereichen der kirchlichen Arbeit und Mitstreiter aus dem Ehrenamt, die bewegt, aber voller Humor einen Macher verabschiedeten.

Dankeschön vom Bischof

„Du warst ja eigentlich schon immer in Arnsberg“, eröffnete Stefan Lange von der Diözese Paderborn den Reigen der Grußworte. Über Jahre hinweg konnte sich Mündelein als Träger der kirchlichen Zukunft profilieren, lobte Lange. Ein großer Dank gelte dem gezeigten Interesse und den vielen Ideen für die Arbeit in der Kirche. Lange erinnerte daran, dass vor allem das Projekt mit Menschen in Uganda stets für leuchtende Augen bei Mündelein sorge. Als Akteur im kirchlichen Dienst habe er eben nicht nur in Deutschland viel bewegen können. „Vielen Dank für Dein langjähriges Engagement“, so Stefan Lange.

Lockere Feier mit vielen Weggefährten

Schwarze Anzüge, dunkle Sonnenbrillen – ganz auf Mafiosi gaben sich die Kollegen Mündeleins aus der Mitarbeitervertretung des Dekanats. Das Angebot seines Arbeitgebers, jetzt in Rente zu gehen, habe er bestimmt nicht ablehnen können, formulierte Rebecca Goeke im Sinne ihrer Kollegen und in Anlehnung an die großen Worte des „Paten“ aus dem Kinofilm. Lange hätten die Kollegen im Wörterbuch nach einem passenden Begriff gesucht, der diese Eigenschaften umschreiben könne: Loyalität, Kontinuität und unermüdliches Engagement. Und sie seien in dem Wort „ein Josef“ fündig geworden. Über zehn Jahre habe er sich zuletzt für die Kollegen vor Ort eingesetzt und immer nach der Philosophie „allen Kollegen sind gleich“ gewirkt. „Wir werden Dich als Kollegen und Ratgeber vermissen“, machte Rebecca Goeke deutlich.

Dass Josef Mündelein viele Themen rund um Kirche und Gesellschaft bewegt habe, sagte sein Nachfolger im Amt des Dekanatsreferenten, Tobias Kleffner. „Du hast stets für die Themen gerade der jungen Menschen gebrannt“, lobte Kleffner. So sei er Wegbegleiter für viele im Ehrenamt gewesen und habe auch die politische Jugendarbeit durch die Mitarbeit in zahlreichen Jugendhilfeausschüssen nicht verpasst. „Mein Dank kommt vom ganzen Dekanat und von mir, ich habe persönlich viel gelernt“, sagte Kleffner.

Das Team vom Dekanatsbüro bedankt sich bei Josef Mündelein (Mitte).© Frank Albrecht

Neben dem Wortgottesdienst nutzte Dechant Propst Hubertus Böttcher auch in der Feierstunde die Gelegenheit, Josef Mündelein für die langjährige gemeinsame Arbeit zu danken. Dabei habe Mündelein stets Respekt und Loyalität gezeigt. Perfekte Vorbereitung von Terminen und Themen sei stets eines seiner Markenzeichen für die Arbeit gewesen. Zugleich habe die Verschiedenheit im Denken aber auch die Arbeit und die Bewegung im Dekanat beflügelt.

Und über die Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer, die das Wirken in der Ökumene betonte, den Pater Guido, der an die Zeiten bei den Pfadfindern erinnerte oder Beatrix Wiese vom Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), die erklärte, ohne Josef Mündelein nie über 20 Jahre hinweg Vorsitzende geblieben zu sein, schlossen sich in einer von Pfarrer Thomas moderierten Gesprächsrunde noch viele dem Lob und Dank an.

©Frank Albrecht