Erinnerungskultur vor Ort: Wie gehen wir mit der jüdischen Geschichte unserer Stadt um?

Christuskirche, Burgstraße 29, 59755 Arnsberg-Neheim
Die Veranstaltergemeinschaft „Gedenken an den 09. 11.1938 Arnsberg lädt in diesem Jahr zu folgender Veranstaltung ein: Erinnerungskultur vor Ort: Wie gehen wir mit der jüdischen Geschichte unserer Stadt um?

Über Jahrhunderte wohnten Jüdinnen und Juden in den Städten und in ländlichen Gegenden Westfalens. Sie leisteten bedeutsame Beiträge zum wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben vor Ort. Zwölf Jahre Nationalsozialismus haben die jüdischen Gemeinden ausgelöscht und einen großen Teil ihres Kulturerbes zerstört. Nur wenige steinerne Zeugnisse blieben erhalten.

Der 9. November, der Gedenktag des Novemberpogroms 1938, erinnert jedes Jahr an die jüdischen Frauen, Männer und Kinder, die der Judenverfolgung des NS-Regimes zum Opfer fielen. Bürgerschaftliche Solidarität blieb ihnen ebenso versagt wie christliche Nächstenliebe.

Mit den jüdischen Menschen und ihren Synagogen wurde unendlich viel Gutes, Schönes und Weises aus diesem Land herausgerissen.  Welche Werte hier verloren gegangen sind, wurde lange nicht bemerkt. Die Bedeutung, die der jüdischen Gemeinschaft für die ökonomische und kulturelle Entwicklung des eigenen Ortes zukam, wird vielfach auch heute noch nicht wahrgenommen.

Auf diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag die Erinnerungskultur vor Ort und lädt ein zum gemeinsamen Nachdenken und Gespräch über den Umgang mit der jüdischen Geschichte in Arnsberg, Hüsten und Neheim.

 

Sonntag, 7. November 2021, 17 Uhr

Referent: Dr. Manfred Keller, Bochum

Ort: Christuskirche, Burgstr. 29 Arnsberg-Neheim

Eintritt frei