Das Katholische Bildungswerk Arnsberg-Sundern lädt zu folgendem Vortrag ein:
„Irmgard wohnt hinterm Schrank…“ – Wie Oelinghausen zum Zufluchtsort für eine jüdische Familie wurde
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden nicht nur die jüdischen MitbürgerInnen verfolgt und deportiert. Auch die Ehepartner und Kinder aus jüdischen Mischehen hatten in der Kriegszeit unter Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich auch unter Deportation in Arbeits- und Konzentrationslager schwer zu leiden, sodass diese als sog. „U-Boote“ untertauchen und sich verstecken mussten.
Dazu bedurfte es mutiger Netzwerke, die den jüdischen MitbürgerInnen halfen, diese versorgten und vor dem Zugriff der GESTAPO bewahrten. Ein berührendes Beispiel hat es in unserer Stadt, im Kloster Oelinghausen gegeben. Hier versteckten der damalige Pfarrer Franz Steffensmeier und die Gutsinspektorenfamilie Theo und Franziska Klauke 6 jüdische Menschen über viele Monate vor der NS-Diktatur und rettete sie so vor Deportation und Vernichtung.
Bernhard Padberg aus Arnsberg-Holzen hat 80 Jahre nach Kriegsende in jahrelanger Recherche die Geschichte der versteckten Familie Steffensmeier aus vielen Bausteinen zusammengefügt und nach langer Suche die Nachkommen der damals verborgenen Menschen in den USA ausfindig gemacht.
Am Sonntag, 8. November 2026 wird er um 16:00 Uhr in der Ehemaligen Synagoge in Neheim die zum Teil dramatische Geschichte und den Überlebenskampf von „Irmgard“ und ihrer Familie in einem Vortrag präsentieren.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Veranstaltergemeinschaft „Gedenken an den 09.11.1938 Arnsberg“.
Termin: Sonntag, 8. Nov. 2026, 16:00 Uhr
Referent: Bernhard Padberg, Holzen
Ort: Ehemalige Synagoge Neheim, Mendener Str. 35
