Kirchliche Gebäude sollen neue Heimat sein

17. November 2021
Paderborn
Generalvikar Hardt informiert die Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn über die künftige Immobilienstrategie

Mit einem Brief informiert Generalvikar Alfons Hardt in dieser Woche die Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn über den aktuellen Stand der Immobilienstrategie, die beim Diözesanen Forum vor wenigen Wochen für den Sommer 2022 angekündigt wurde. Die Strategie zielt darauf ab, die für den künftigen Bedarf zu großen kirchlichen Gebäudeflächen sinnvoll anzupassen und so das Gemeindeleben zukunftsfähig aufzustellen. Neben dem Schreiben des Generalvikars gibt weiteres Informationsmaterial insbesondere den neu gewählten Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatsmitgliedern einen Überblick über die Immobilienstrategie.

Rund 3.000 Gebäude gibt es im Erzbistum Paderborn, der Großteil davon gehört den Kirchengemeinden. Auf Dauer seien diese Gebäude nicht alle zu halten, macht Generalvikar Alfons Hardt in seinem Brief klar. Daher entwickeln die Bereiche Bauen, Pastorale Dienste und Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn derzeit gemeinsam mit den Gemeindeverbänden eine Strategie für den kirchengemeindlichen Immobilienbestand. Die Umsetzung soll im Juli 2022 starten.

 

Zukunftsfähige Nutzungskonzepte entwickeln

Adressaten des Briefes von Generalvikar Hardt sind nicht zuletzt auch alle ehrenamtlichen Mitglieder der vor wenigen Tagen neugewählten Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, ohne deren Engagement kirchliches Leben vor Ort nicht zu gestalten ist. Es solle darum gehen, dass in den Kirchengemeinden „kluge Nutzungskonzepte für die Zukunft entwickelt und die zurückgehenden Kirchensteuermittel fair eingesetzt“ werden, so der Generalvikar: „Kirchliche Gebäude sollen weiterhin oder wieder neu Heimat sein: Orte des Glaubens und des Feierns, Orte voller Leben und Lachen, Orte der Trauer und des Abschiedes, Orte der Freundschaft und Gemeinschaft.“

 

Mehrstufiges Modell

Die Immobilienstrategie für das Erzbistum Paderborn sieht ein mehrstufiges Modell vor: Haben Kirchengemeinden im Pastoralen Raum keine Veranlassung zur Gebäudeflächenreduzierung, werden vom Erzbistum künftig nur noch Maßnahmen zur Bestandserhaltung und Verkehrssicherungspflicht unterstützt (Stufe 1). Pastorale Räume, die ihren Immobilienbestand anpassen möchten, erhalten von einer interdisziplinären Kompetenzeinheit aus den Bereichen Bauen, Finanzen, Pastorale Dienste im Generalvikariat Unterstützung, um vor Ort ein Immobilienkonzept zu entwickeln (Stufe 2). Auf einer optionalen dritten Stufe kann anschließend oder auch parallel eine Schwerpunktbildung hin zu Neuinvestitionen in Immobilien mit besonderer pastoraler Strahlkraft konzipiert werden.

 

Hintergründe auf eigener Homepage

Eine eigene Homepage zur Immobilienstrategie des Erzbistums Paderborn informiert bereits jetzt über den aktuellen Stand und weitere Hintergründe. Interessierte finden hier unter anderem eine Präsentation und ein erläuterndes Video. Die Seite wird fortlaufend ergänzt. Im Sommer 2022 werden Informationen zum Prozess und zum Anmeldeverfahren für interessierte Kirchengemeinden/Pastoralen Räume veröffentlicht.

https://wir-erzbistum-paderborn.de/strategische-themen/immobilienstrategie

Video: https://youtu.be/UuhxXkLstkc